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Der Fall Anka
Fallbericht von Practitioner Martin Lasser

Anka
Dobermann Hündin, 3 Jahre alt
Problematik: Scheuheit, Turniervorbereitung
Lösung: Ttouches, Bandagen

Der Besitzer von Anka kam über Empfehlung zu uns weil die Hündin im Agility Sport gehen soll, im Training auch sehr erfolgreich ist und am Turnier aus der Startbox direkt zum Auto läuft.

Ein weiters Problem ist daß sie einen extrem weiten Bogen in den Wald geht wenn beim Spazierengehen jemand entgegen kommt und in sicherer Distanz erst wieder zu ihrem Besitzer zurückkommt.

Bei der ersten Einheit stellte sich heraus daß die Hündin so scheu war es nicht möglich war sie als Fremder anzugreifen und auch nicht möglich war näher als 2-3 Meter an sie heran zu gehen. Ich verwendete unseren weißen Zauberstab um Anka aus für sie und mich sicherer Entfernung abzustreichen. Es gelang mir erst nach einer halben Stunde mit dem Knauf von dem weißen Stab einige TTouches am Rücken und an den Schultern anzubringen. Wenn ich zu nahe kam begann sie mich zu fixieren und hob die Lefzen. Ich begann mit dem Hund über die Calming Signals (Hundesprache) zu kommunizieren und mich heran zu tasten, immer darum bemüht keinen Stress oder Angst auszulösen und trotzdem mein Ziel vor Augen zu behalten. Bei der 2. Einheit war es mir bereits möglich zuerst mit der Gerte und dann auch mit dem Handrücken einige Wolken Leopard Touches anzubringen. Was für mich ebenfalls sehr überraschend war, ist daß mir sein Besitzer eine Woche später berichten konnte daß Anka bereits mit einem kleinen Bogen auskommt wenn jemand entgegen kommt und daß sie am Agility Platz zu mehreren Menschen lief und Kontakt aufnehmen wollte. Diese wenigen kleinen Tellington Ttouches brachten der Hündin bereits so viel Selbstbewußtsein und Sicherheit daß sie so absolut positiv reagieren konnte.

Durch die nächsten Einheiten wurde die Situation kontinuierlich besser, was wir uns jetzt noch vornehmen mußten war der Start am Turnier. Ich baute gemeinsam mit dem Besitzer die TTEAM Bodenarbeit ein und zwar mit einer Führposition die wir die Heimkehrende Taube nennen. In dieser Führposition führten wir Anke gleichzeitig von 2 Seiten und konnten so Anke immer mehr dazu bringen in der Mitte zwischen uns zu gehen und auch mehr Abstand vor allem von ihrem Herrchen zu bekommen. Das baut sehr stark das Selbstbewußsein auf und brachte Anka sehr schnell in körperliche und damit auch in seelische und emotionale Balance. Zusätzlich konzentrierte sie sich viel besser und begann nachzudenken anstatt in ihre alten Verhaltensmuster zurückzufallen. Den absoluten Durchbruch erreichten wir durch die Körperbandage. Die Körperbandage wird von der Brust über die Schultern unter dem Bauch über den Rücken und um die Hinterhand gelegt. Der Sinn dieser etwas merkwürdig aussehenden Verpackung ist daß die Hunde sich geschützter fühlen wie wenn wir umarmt werden und das Körperbewußtsein sich sehr stark verbessert. Da sich sein Besitzer nicht wohl gefühlt hat mit der Bandage auf den Platz zu gehen (wie schaut den das aus) hat er alleine im Wald geübt und die Ergebnisse waren so beeindruckend für ihn daß er seine Bandagen schwarz einfärbte und sich auf den Abrichteplatz wagte. Bereits nach 2 Wochenenden arbeitete Anke so sicher daß einige Freunde gefragt haben: Was hast du gemacht? Wie hast du das gemacht? In der gleichen Saison konnte Anke bereits für sein sehr stolzes Herrchen einige Pokale nach Hause laufen. Ich brauche nicht zu erwähnen daß nach dieser Zeit viele Hunde am Platz im Training die Bandage tragen und die Hunde mit viel mehr Spaß bei der Sachen sind. Viel Freude und Erfolg beim Ausprobieren.